Ständig am Nörgeln
Was Johan am meisten stört, ist das ständige Gejammer. „Dann höre ich, dass früher alles besser war oder dass sie es so schwer hatten. Dabei wohnen sie in einem geräumigen Haus mit Garten, fahren Autos und machen mehrmals im Jahr Urlaub.“
Er versteht, dass nicht jeder ältere Mensch reich ist, hält das Gesamtbild aber für falsch. „Die Gruppe, die wirklich nichts hat, ist klein. Die Gruppe der jungen Menschen, die nichts haben, ist riesig.“
Laut Johan wird seine Generation ständig als faul oder verwöhnt dargestellt. „Angeblich trinken wir zu viel Kaffee, arbeiten zu wenig und haben überzogene Ansprüche. Aber in Wahrheit ist das System einfach nur festgefahren.“

Keine Chance auf einen Einstieg, keine Zukunftsperspektive
Für Johan ist der Kauf eines Hauses ein unerreichbarer Traum. „Heutzutage braucht man zwei Einkommen, einwandfreie Verträge und muss trotzdem noch einen Sack voll Geld mitbringen. Woher sollen wir das denn nehmen?“
Er sagt, es gehe nicht nur ums Geld, sondern auch um die Perspektive. „Man hat kein Ziel vor Augen. Alles ist vergänglich. Die Mieten sind teuer. Sparen bringt einen nicht weiter. Und währenddessen steigen die Preise immer weiter.“
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