„Du solltest dir das Ding kaufen, Schatz“, sagte ich ihm einmal, vor etwa drei Jahren.
“Ich kann nicht, Mama.”
„Das ist nicht gut für Ihre Gesundheit.“
„Ich weiß. Aber ich kann es trotzdem nicht.“
Ich habe ihn jedes Mal gesehen, wenn ich ihn besucht habe.
Ich habe nicht darauf bestanden, denn Trauer ist eine Welt, in der man lernt, den Menschen, die mit einem dort festsitzen, nicht zu viele Fragen zu stellen.
***
Sieben Jahre sind so vergangen.
Letzten Samstag füllte ich dann einen Korb mit Tomaten und Zucchini aus meinem Garten und fuhr zu Daniels Haus, während er bei der Arbeit war. Ich hatte einen Ersatzschlüssel, den er mir gegeben hatte.
Ich hatte keine Ahnung, dass ich im Begriff war, das Leben zu beenden, das ich zu führen glaubte.
Sieben Jahre sind so vergangen.
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Der Korb mit dem frischen Gemüse war schwerer als erwartet, als ich Daniels Seitentür mit der Hüfte aufstieß.
Das Haus war leer und still; sein Pickup war um 7 Uhr morgens abgefahren.
Ich rief trotzdem an, aus Gewohnheit.
“Dan? Ich bin’s.”
Keine Antwort.
Der Kühlschrank in der Küche war komplett voll.
Also ging ich in die Garage, um das Gemüse auf seine Werkbank zu legen, weil es dort kühl war.
Ich habe trotzdem angerufen.
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In der Garage roch es nach Motoröl.
Ich ging auf die Werkbank zu, meine Schulter streifte die Schwimmweste, die neben der Tür hing. Sie hing an dem Haken, dieses scheußliche orangefarbene Ding, das er nie abgenommen hatte. Ich wollte gerade wegschauen, wie immer, als etwas zu Boden fiel.
Ich stellte den Korb auf die Werkbank.
Es handelte sich um ein Päckchen, das in ein altes blaues Tuch eingewickelt war.
Meine Schulter streifte die Rettungsweste.
Meine Hände fingen schon an zu zittern, bevor ich es überhaupt berührt hatte.
Ich setzte mich auf die Werkbank und packte langsam den Inhalt aus.
Im Inneren befanden sich ein Stapel Postkarten, die mit einem Gummiband zusammengehalten wurden, ein kleines schwarzes Telefon, das ich noch nie zuvor gesehen hatte, und ein Foto.
Das Foto hat mir den Atem geraubt!
Im Inneren befand sich ein Stapel Postkarten.
Es war Maya. Sie war älter, vielleicht 14 oder 15. Sie stand vor einem kleinen gelben Haus, das ich nicht kannte, und hatte eine Hand auf dem Kopf eines großen braunen Hundes ruhen.
Meine Nichte lächelte!
Als ich mit tauben Fingern die Postkarten durchblätterte, bemerkte ich, dass die Schrift auf den älteren rundlich und kindlich war.
Die neueren waren in Schreibschrift verfasst und wirkten reifer. Alle waren mit einem kleinen roten Herz signiert.
Meine Nichte lächelte!
Ich habe den obigen Text zweimal gelesen.
„Sag Oma bitte sofort Bescheid. Ich bin bereit.“
Ich fiel auf dem Garagenboden auf die Knie und schrie!
Sieben Jahre! Sieben Jahre lang Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen. Sieben Jahre lang eine Lüge, die ich ohne mit der Wimper zu zucken geschluckt habe.
Dann rief ich die Notrufnummer 911 an.
Ich fiel auf die Knie.
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