Sie haben mich 480 Kilometer entfernt im Stich gelassen – wohl als Scherz.

Sie haben mich 480 Kilometer entfernt im Stich gelassen – wohl als Scherz.

„Nein“, antwortete ich. „Ich fange von vorne an.“

Unsere Freundschaft vertiefte sich allmählich. Grant reparierte Tante Mays Verandageländer, ersetzte kaputte Schlösser und installierte Bewegungsmelder, ohne mir dabei das Gefühl zu geben, hilflos zu sein. Er versuchte nie, meine Entscheidungen zu kontrollieren. Er stand mir einfach zur Seite, während ich sie traf.

Tante May hat zugestimmt.

„Er steht nicht vor dir“, sagte er. „Er steht neben dir.“

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Eines Nachmittags, als ich nach Hause kam, war die Haustür offen.

Grant traf innerhalb weniger Minuten ein und durchsuchte das Haus. Jemand hatte die Schreibtischschubladen geöffnet und Geld aus einem Glas genommen.

„Das war kein Zufall“, sagte er. „Jemand hat nach Ihnen gesucht.“

Drei Tage später tauchte Kyle auf der Veranda von Tante May auf.

Fünf Jahre waren vergangen, doch als ich seine Stimme hörte, kehrte die alte Angst sofort zurück.

„Lena, bitte. Ich möchte nur reden.“

Er sah dünner und erschöpfter aus.

“Wie hast du mich gefunden?”

„Ich habe einen Detektiv engagiert. Ich suche ihn schon seit über einem Jahr.“

Grant positionierte sich hinter mir, übernahm aber nicht das Kommando. Er wartete auf meine Entscheidung.

Kyle sah ihn an.

“Wer ist er?”