Eine weit verbreitete Angewohnheit, über die viele Menschen nicht sprechen
Urinieren unter der Dusche ist eine dieser Angewohnheiten, über die viele scherzen, die aber selten ernsthaft diskutiert wird. Manche halten es für völlig harmlos, andere für unhygienisch oder peinlich. Was sagen Ärzte dazu? Ist Urinieren unter der Dusche unbedenklich oder sollte man sich diese Angewohnheit abgewöhnen?
Ist es sicher, in der eigenen Dusche zu urinieren?
Laut vielen Medizinern ist das Urinieren in der eigenen Dusche für die meisten gesunden Menschen im Allgemeinen unbedenklich. Solange der Urin direkt in den Abfluss fließt und die Dusche regelmäßig gereinigt wird, stellt dies in der Regel kein größeres Gesundheitsrisiko dar.
In der Dusche eines privaten Haushalts geht es bei dieser Gewohnheit oft eher um persönliche Vorlieben und hygienischen Komfort als um ernsthafte Gefahren.
Urin ist nicht völlig steril.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Urin völlig steril sei. Tatsächlich kann Urin Bakterien enthalten, insbesondere bei einer Harnwegsinfektion.
Für die meisten gesunden Menschen bedeutet das nicht, dass Urinieren unter der Dusche automatisch gefährlich ist. Es bedeutet aber, dass Hygiene wichtig ist. Der Duschboden sollte gründlich abgespült und regelmäßig gereinigt werden.

Wann Sie es vermeiden sollten
Ärzte raten davon ab, Urin zu tränken, wenn man offene Schnittwunden, Geschwüre oder Verletzungen an Füßen oder Beinen hat. Wenn Urin mit verletzter Haut in Berührung kommt, kann dies zu Reizungen führen oder das Infektionsrisiko erhöhen.
Sie sollten auch vermeiden, unter der Dusche zu urinieren, wenn Sie eine Harnwegsinfektion oder eine Erkrankung haben, die dazu führen kann, dass Ihr Urin eher Bakterien enthält.
Öffentliche Duschen sind anders
Es besteht ein großer Unterschied zwischen der eigenen Dusche zu Hause und einer Gemeinschaftsdusche in einem Fitnessstudio, Studentenwohnheim, Schwimmbad oder öffentlichen Badezimmer.
In öffentlichen Duschen benutzen viele Menschen denselben Boden, und man hat keinen Einfluss darauf, wie oft er gereinigt wird. Aus hygienischen Gründen sollte man in öffentlichen Duschen nicht urinieren. Das Tragen von Duschsandalen in Gemeinschaftseinrichtungen ist ebenfalls ratsam.
Das Blasentrainingsproblem
Manche Ärzte warnen davor, dass regelmäßiges Wasserlassen beim Hören von fließendem Wasser das Gehirn darauf trainieren könnte, das Geräusch von Wasser mit dem Harndrang zu verknüpfen.
Dies könnte für Menschen, die bereits unter Harndrang, einer überaktiven Blase oder Blasenfunktionsstörungen leiden, problematisch werden. Gelegentliches Wasserlassen unter der Dusche ist wahrscheinlich unbedenklich, aber es zur täglichen Gewohnheit zu machen, ist möglicherweise nicht für jeden geeignet.
Warum die Körperhaltung eine Rolle spielen kann
Für manche Menschen, insbesondere Frauen, spielt auch die Körperhaltung eine Rolle. Stehendes Wasserlassen kann es den Beckenbodenmuskeln erschweren, sich vollständig zu entspannen. Dies kann mit der Zeit zu unvollständiger Blasenentleerung oder in manchen Fällen zu ungesunden Toilettengewohnheiten führen.
Das heißt nicht, dass gelegentliches Duschen gefährlich ist, aber es ist ein weiterer Grund, es nicht zur Hauptroutine im Badezimmer zu machen.
Kann es Wasser sparen?

Manche argumentieren, dass Urinieren unter der Dusche Wasser spart, weil dadurch eine Toilettenspülung vermieden wird. Aus ökologischer Sicht mag das stimmen.
Wassersparen sollte jedoch nicht auf Kosten der Hygiene gehen. Die Dusche muss weiterhin gründlich ausgespült und regelmäßig gereinigt werden.
Zu beachtende Hygieneregeln
Wenn Sie in Ihrer Dusche urinieren, lassen Sie das Wasser lange genug laufen, um den Boden gründlich abzuspülen. Waschen Sie sich anschließend mit Seife, reinigen Sie die Dusche regelmäßig und achten Sie darauf, dass sich im Abflussbereich keine Gerüche, Bakterien oder Schimmel bilden.
Gute Badezimmerhygiene ist wichtiger als die Gewohnheit selbst.
Endgültige Antwort
Für die meisten gesunden Menschen ist gelegentliches Wasserlassen in einer privaten Dusche in der Regel unbedenklich. In öffentlichen Duschen sollte man es jedoch vermeiden, insbesondere bei Wunden oder Infektionen, und es sollte nicht zur Gewohnheit werden, die die Blasenkontrolle beeinträchtigt.
Letztendlich betrachten Ärzte gelegentliches Masturbieren in einer sauberen, privaten Dusche im Allgemeinen als risikoarme Gewohnheit. Wichtig sind Hygiene, Mäßigung und das Erkennen, wann der Körper ärztliche Hilfe benötigt.