Meine kleine Schwester gab ihr Essensgeld aus, um einem einsamen Jungen im Krankenhaus einen Geburtstagskuchen zu kaufen – am nächsten Morgen fanden wir einen schwarzen Ballon über einer roten Schachtel auf unserem Rasen

Meine kleine Schwester gab ihr Essensgeld aus, um einem einsamen Jungen im Krankenhaus einen Geburtstagskuchen zu kaufen – am nächsten Morgen fanden wir einen schwarzen Ballon über einer roten Schachtel auf unserem Rasen

Ich zog meine kleine Schwester ganz allein groß und dachte, es würde reichen, wenn sie genug zu essen hat. Dann gab sie ihr ganzes Essensgeld für einen Geburtstagskuchen für einen einsamen Jungen im Krankenhaus aus. Am nächsten Morgen tauchten ein schwarzer Luftballon und eine rote Schachtel auf unserem Rasen auf, und alles, was ich über Liebe geglaubt hatte, änderte sich.

Am Morgen, nachdem meine kleine Schwester jeden Cent, den sie hatte, für eine Geburtstagstorte für einen Jungen im Krankenhaus ausgegeben hatte, öffnete ich unsere Haustür und sah, dass unser Rasen voller Luftballons war.

Dutzende waren an Ziegelsteinen festgebunden und über das nasse Gras verteilt.

Genau in der Mitte stand ein riesiger schwarzer Ballon. Darunter lag eine rote Schachtel.

Della, meine kleine Schwester, packte mich am Hemdkragen. „Syd, von wem ist das?“

Darunter lag eine rote Schachtel.

Ich konnte keine Antwort geben. Mir war schon ganz mulmig zumute.

Auf den Deckel war ein Zettel geklebt.

„Du bist jeden Tag an mein Fenster gekommen. Niemand sonst hat das getan. Und niemand wusste etwas über mich. Bitte mach sie auf.“

***

Ich hatte Della allein großgezogen, seit ich 19 war.

Unsere Eltern hatten sich acht Jahre zuvor beim Wandern verirrt und waren nie zurückgekommen. In der einen Woche stritt ich mich noch mit Mama über die Ausgangssperre. In der nächsten Woche unterschrieb ich mit zitternden Händen Formulare für Della.

Ich konnte keine Antwort geben.

Als Della acht wurde, hatten wir eine Routine. Sie bekam das Schlafzimmer. Ich schlief auf der Ausziehcouch und arbeitete morgens in der Frühschicht in einem Diner und nachts im Lager einer Apotheke.

Della beschwerte sich nie. Das machte mir mehr Angst als Gejammer.

***

An einem Donnerstagabend faltete ich Wäsche, während sie auf dem Boden saß und eine alte Minzdose voller Münzen schüttelte.

„Du isst doch in der Schule zu Mittag, oder?“, fragte ich.

Della erstarrte.

„Ich esse Teile vom Mittagessen, Syd.“

Della beschwerte sich nie.