Blutdruck: Normalwerte in jedem Alter (und wann man sich Sorgen machen sollte)

Blutdruck: Normalwerte in jedem Alter (und wann man sich Sorgen machen sollte)

Wir alle verspüren ein leichtes Unbehagen, wenn das Blutdruckmessgerät Alarm schlägt. Ist ein Wert von 135 ein Warnsignal oder nicht? Und warum steigt der Blutdruck mit dem Alter? Keine Sorge, wir klären die Fakten. Blutdruckschwankungen sind normal – wichtig ist, die Signale stressfrei zu deuten.

Stellen Sie sich eine Art innere Wettervorhersage für Ihre Arterien vor: Der Blutdruck misst die Kraft, die Ihr Blut auf deren Wände ausübt. Er wird durch zwei Zahlen dargestellt:

Der erste Wert, der systolische Blutdruck, entspricht dem Moment, in dem sich das Herz zusammenzieht. Der zweite Wert, der diastolische Blutdruck, gibt den Blutdruck in Ruhe an.

Oft hört man, der ideale Wert sei „120/80 mmHg“. Das ist jedoch keine feste Regel: Alter, Lebensstil und Stresslevel beeinflussen diese Werte direkt. Bevor wir in Panik geraten, sollten wir uns einen Moment Zeit nehmen, um das zu verstehen.

Die Zahlen entschlüsseln: Was ist normal im Alter von 25, 45 und 65 Jahren?

Mit der Zeit verlieren unsere Arterien etwas von ihrer Elastizität – das ist ein völlig natürlicher Prozess. Dadurch steigt der Blutdruck leicht an, was aber nicht unbedingt besorgniserregend ist. Hier ist eine Übersichtstabelle, die Ihnen hilft, den Unterschied zu verstehen:

Alter – normaler Blutdruck (in mmHg)

18-29 Jahre: 115-120 / 75-80

30-39 Jahre: 120-125 / 78-82

40-49 Jahre: 125-130 / 80-85

50-59 Jahre: 130-135 / 80-86

60-69 Jahre: 135-140 / 85-88

70 Jahre und älter: bis zu 140-145 / 85-90 (toleriert)

Diese Werte sind Richtwerte, keine Werturteile. Nur ein Arzt kann eine individuelle Diagnose auf Grundlage Ihres allgemeinen Gesundheitszustands stellen.

Wann sollten wir uns Sorgen machen?