Wir alle haben es von klein auf so gelernt: Zahnpasta auf die Bürste, zwei Minuten gründlich putzen, und am Ende den Mund kräftig mit Wasser ausspülen, bis kein Schaum mehr da ist. Es fühlt sich sauber und frisch an. Doch Zahnärzte und wissenschaftliche Studien sind sich einig: Dieses gründliche Ausspülen ist ein fataler Fehler, der den Nutzen des Zähneputzens drastisch verringert.
Hier erfahren Sie, warum Sie den Becher in Zukunft lieber stehen lassen sollten und wie Sie Ihre Zähne optimal schützen.
1. Sie spülen den Schutzschild einfach weg
Der Hauptzweck moderner Zahnpasta besteht nicht nur darin, Speisereste mechanisch zu entfernen, sondern wichtige Wirkstoffe auf die Zähne aufzutragen. Der wichtigste Akteur ist dabei Fluorid (oder entsprechende zahnschmelzhärtende Alternativen). Fluorid benötigt Zeit, um in den Zahnschmelz einzudringen, ihn zu remineralisieren und widerstandsfähiger gegen Säureangriffe zu machen. Wenn Sie sofort nach dem Putzen mit Wasser nachspülen, waschen Sie diesen wertvollen Schutzfilm direkt wieder den Abfluss hinunter.
2. Die “Spucken, nicht spülen”-Regel
Die offizielle Empfehlung von Zahnarztverbänden lautet heute: Spucken, nicht spülen! Nach den zwei Minuten Zähneputzen sollten Sie lediglich den überschüssigen Schaum der Zahnpasta ausspucken. Der feine, verbleibende Film auf den Zähnen mag sich im ersten Moment ungewohnt anfühlen, ist aber genau das, was Ihre Zähne brauchen. Auf diese Weise können die schützenden Mineralien über die nächsten Stunden hinweg ihre Wirkung voll entfalten.