doch danach änderte sich alles

doch danach änderte sich alles

Nachbarn, Makler und sogar einige Bewohner vom Hügel standen vor meinem Tor und baten um ein Gespräch. Manche versuchten freundlich zu bleiben. Andere wurden nervös. Doch ich blieb ruhig.
„Die Straße bleibt geschlossen“, sagte ich nur.
Innerhalb weniger Tage verstanden sie, dass die Situation ernster war, als sie gedacht hatten.
Schließlich baten sie um Verhandlungen.
Ich stellte nur eine einzige Bedingung:
Neue Bäume.
Keine kleinen Pflanzen.
Keine symbolischen Entschuldigungen.
Ich wollte große, starke Bäume, die wirklich wieder Leben auf dieses Grundstück bringen konnten.
Zuerst versuchten einige, mich umzustimmen. Sie sagten, neue Bäume würden Jahre brauchen. Andere meinten, die alten könne man sowieso nicht ersetzen.
Vielleicht hatten sie recht.
Aber darum ging es längst nicht mehr.
Es ging um Respekt.
Drei Monate später kamen die Lastwagen.
Große Bäume wurden mit Kränen auf unser Grundstück gebracht. Stück für Stück setzte man sie vorsichtig in die Erde. Zwölf neue Bäume entstanden dort, wo vorher nur kahle Stümpfe gewesen waren.
Als ich danebenstand und zusah, wie die Arbeiter die Erde festigten, hatte ich zum ersten Mal seit Wochen wieder das Gefühl, ruhig atmen zu können.