Fünf Tage in Ketten

Nach dem Abtransport landete die Schwedin im Hochsicherheitsgefängnis Ketziot – mitten in der Negev-Wüste. Laut ihren Aussagen verbrachte sie dort fünf Tage gefesselt, bei Tagestemperaturen über 40 Grad, ohne Schatten. Ein schmutziger Wasserhahn in Toilettennähe diente angeblich als einzige Trinkquelle; Mitgefangene sollen kollabiert sein.
Die israelische Gefängnisbehörde widerspricht: Man habe Klimazelte, medizinische Teams und ausreichend Verpflegung bereitgestellt. Gretas Schilderung sorgte trotzdem sofort für Solidaritätsbekundungen von Amnesty bis Bundestagsabgeordneten. Doch der wohl schockierendste Vorwurf sollte erst im schwedischen Boulevard auftauchen – wir kommen gleich dazu.
Der rote Koffer als Beweisstück

Zurück in Stockholm zeigte Greta Reportern ihren mittlerweile berühmten roten Reisekoffer. Darauf: ein Davidstern, ein Penisgraffito und der Schriftzug „Whore Greta“. Sie behauptet, israelische Soldaten hätten den Koffer beschmiert, um sie zu erniedrigen. Fotos des Gepäcks verbreiteten sich millionenfach in den sozialen Medien und lieferten ihr das perfekte Symbolbild für „organisierte Demütigung“.
Israels Außenministerium nennt das „billige Propaganda“ und stellt die Echtheit der Beschädigungen infrage. Doch Gretas Detailreichtum – inklusive angeblicher Selfies der Soldaten mit ihr im Hintergrund – lässt die Geschichte immer greifbarer erscheinen. Wie reagierten Israels Hardliner auf diese Anschuldigungen? Das erfahren wir gleich.
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