Mein Stiefvater heiratete die beste Freundin meiner verstorbenen Mutter einen Monat nach ihrem Tod – dann fand ich die Wahrheit heraus
„Linda und ich haben beschlossen, zu heiraten.“
„Heiraten?“
„Ja.“
„Einander?“
„Ja.“
Ich spürte, wie mein Gesicht heiß wurde. „Mama ist vor 28 Tagen gestorben.“
„Ich weiß, das kommt plötzlich …“
„Plötzlich? Es scheint Wahnsinn zu sein. Linda war Moms beste Freundin. Du bist Moms Ehemann …“
„War ihr Mann“, korrigierte er, und etwas in meiner Brust wurde zu Eis.
„Mom ist vor 28 Tagen gestorben.“
Ich zeigte auf die Tür. „Raus hier.“
„Du bist wütend, ich verstehe das …“
Ich sagte: „Raus!“
Er ging. Und ich stand zitternd in meiner Küche, während die Kaffeemaschine piepste, dass die Kanne fertig war.
Ich war verletzt, wütend und am Boden zerstört. Wie soll man weitermachen, geschweige denn sich neu verlieben, wenn die Person, der man ewige Liebe versprochen hat, immer noch kalt unter der Erde liegt?
Ich war verletzt, wütend und zerrüttet.
Paul und Linda haben 32 Tage nach Moms Tod geheiratet.
Die Hochzeitsfotos tauchten innerhalb weniger Stunden im Internet auf. Professionell aufgenommen, perfekt gefiltert, Hashtags über „Neuanfänge“ und „Licht in der Dunkelheit finden“. Lindas Kleid war champagnerfarben mit Spitzenärmeln.
Die Blumen waren Pfingstrosen, Mamas Lieblingsblumen.
In diesem Moment erinnerte ich mich an etwas. An Moms Halskette. Die, von der sie versprochen hatte, dass sie eines Tages mir gehören würde. Schweres Gold, mit winzigen Diamanten entlang der Kette verziert.
Die Hochzeitsfotos tauchten innerhalb weniger Stunden im Internet auf.
Ich starrte die Fotos an, bis meine Augen brannten. Dann rief ich Paul an.