Sarkopenie: Ursachen des Muskelabbaus und Lösungsansätze… Mehr erfahren

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Ich war immer der Überzeugung, dass, wenn man nur hart genug arbeitet und sorgfältig genug vorgeht,  sich der Rest  von selbst regeln würde.

Genügend Essen. Genügend Wärme. Mehr als genug Liebe, selbst als alles andere knapp war.

Was mir bis zu einem Dienstagabend im späten Frühling nicht ganz klar war, war, dass ich mir das „Genug“ jede Woche aufs Neue erkämpfen musste. Ich stritt mit dem Supermarkt darüber, was wir uns leisten konnten. Ich stritt mit den Rechnungen darüber, welche noch sieben Tage warten konnte. Ich stritt mit mir selbst darüber, ob die Zahlen aufgehen würden und was ich tun würde, wenn nicht.

Dienstags gab es bei uns Reis. Eine Packung Hähnchenschenkel, eine Handvoll Karotten, eine halbe Zwiebel. Ich hatte alles genau geplant. Die Karotten in einer bestimmten Dicke geschnitten, den Reis auf eine bestimmte Menge gekocht, das Hähnchen so portioniert, dass das Abendessen für drei Personen reichte und das Mittagessen für den nächsten Tag schon feststand. Jeden Dienstag machte ich diese Berechnung ganz automatisch, so wie man etwas rechnet, wenn man es schon so oft gemacht hat, dass es keine Mathematik mehr ist, sondern Instinkt.