Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich einige Zellen aus abgestorbenen Embryonen im Labor spontan zu vielzelligen Strukturen, sogenannten „Xenobots“, neu organisieren können. Diese mit Flimmerhärchen besetzten Xenobots orientieren sich in ihrer Umgebung und navigieren – eine überraschende Entwicklung, da sie als lebende Endorganismen für den Schleimtransport eingesetzt werden. Dank unerwarteter zellulärer Plastizität können Xenobots in abgestorbenen Zellen völlig neue Funktionen auslösen.
Es wurde auch beobachtet, dass sich menschliche Zellen zu kleinen, abgetrennten Strukturen, sogenannten „Antrobots“, zusammenschließen können. Diese mobilen, mehrzelligen Strukturen haben das Potenzial, neuronale Zellen in ihrer Reichweite zu nutzen und auf sie zuzugreifen, wodurch eine neue Dimension der Transformation und der Reaktion nach dem Tod, eines traditionellen Verständnisses des Todes, eröffnet wird.