Nebenwirkungen
Seinen Beiträgen zufolge erlebte er während seiner jahrelangen Anwendung mehrere Nebenwirkungen, darunter verminderter Appetit. Er beschrieb außerdem ein ungewöhnliches Körpergefühl nach der Einnahme der Substanz.
„Das Seltsamste ist, dass es sich wirklich gut anfühlt zu strecken, wie wenn man morgens aufwacht“, schrieb er und fügte hinzu, dass dieses Gefühl typischerweise etwa 90 Minuten nach einer Injektion auftrat.
Während der Nutzer angab, mit seinen Ergebnissen zufrieden zu sein und zu glauben, seinem idealen Aussehen nahe gekommen zu sein, haben Mediziner ernste Bedenken hinsichtlich der mit Melanotan II verbundenen Risiken geäußert.
Dr. Donald Grant, Allgemeinmediziner und Leitender Klinischer Berater bei The Independent Pharmacy, warnte, dass das Produkt nicht lizenziert, nicht reguliert und weitgehend ungetestet sei.
„Im Gegensatz zu regulierten Medikamenten wurden diese Produkte nicht ordnungsgemäß auf Sicherheit, Qualität oder Wirksamkeit getestet“, sagte er. „Menschen wissen oft nicht genau, was sie in ihren Körper einbringen.“

Gefährliche Nebenwirkungen dokumentiert
Gesundheitsexperten haben gewarnt, dass Melanotan II das Hautkrebsrisiko erhöhen kann, indem es bestehende Muttermale verdunkelt oder neue entstehen lässt. Weitere bekannte Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen, ungleichmäßiger Hautton, verminderter Appetit und gesteigerter Sexualtrieb.
Auch schwerwiegendere Komplikationen wurden dokumentiert. Forschungsergebnisse, die im British Journal of Dermatology veröffentlicht wurden, identifizierten Fälle mit dysplastischen Nävi – ungewöhnlich aussehenden Muttermal-Veränderungen – sowie Niereninfarkt, einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand, der die Blutversorgung der Nieren unterbricht und eine Notfallbehandlung erfordert.
Weitere von medizinischen Quellen aufgeführte Risiken umfassen anhaltend schmerzhafte Erektionen, die zu dauerhaften Schäden führen können, sowie Melanome – die gefährlichste Form von Hautkrebs.
Auch Plastischer Chirurg Terry Dubrow hat sich gegen die Substanz ausgesprochen und sie als experimentell, unreguliert und gefährlich beschrieben.